Allergien

Pollenallergie

Ganzheitlicher Therapieansatz aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Ca. 4 Millionen Pollen verteilt der Roggen in der Blütezeit pro Ähre in der Luft. Haselnuss, Erle und Gräser sichern ebenfalls auf diese Weise ihre Früchte. Ein ganz normales Vorgehen der Natur. Für einen Allergiker allerdings ist dieser Pollenflug ein Grund dafür, die Natur zu meiden. Eine heftige Abwehr-Reaktion seines Immunsystems, löst bei ihm eine Reihe von höchst unangenehmen Symptome, wie heftiges Niesen, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Halskratzen, juckende, tränende Augen, Atembeschwerden, Kopfschmerzen und verschiedene Hautaffektionen, aus. Gegenwärtig handelt es sich in der Bundesrepublik um ca. 30 Millionen Betroffene. Die Zahl ist stetig steigend.

Die westliche Medizin hat eine Reihe von Medikamenten, die dem Allergiker diesen Zustand erleichtern. So z. B. Antihistaminika, die zumindest den entzündlichen Vorgang auf den Schleimhäuten begrenzen und einige weitere. Die Schleimhäute an den Körperöffnungen sind mit einer großen Anzahl an Abwehrzellen ausgestattet, die die Aufgabe haben, uns vor eindringenden, krank machenden Keime zu schützen. Bei Blütenpollen handelt es sich aber nicht um Krankheitserreger. Es stellt sich daher die Frage, was setzt das Immunsystem in eine solche Alarmbereitschaft, denn nicht die Pollen selbst entzünden unsere Schleimhäute, sondern die Abwehr des Körpers ist so heftig, dass es zu einer solchen Entzündungsreaktion kommt.

Die Naturheilkunde schaut ganzheitlich auf diesen Prozess. Nach der Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin stehen die Schleimhäute, die Haut als Ganzes, der Dickdarm, die Lunge und Bronchialschleimhäuten mit der Außenwelt in Kontakt. Sie gehören gemeinsam zum Funktionskreis der Lunge. Um schädliche Einflüsse von außen, sei es über die Nahrung, über die Atemluft, über Hautkontakt oder über belastende Ereignisse, abzufangen, benötigen wir eine gute Abwehr-Energie oder ein gutes Abwehr-Qi. In der Chinesischen Medizin wird man zunächst über den Funktionskreis der Lunge, das Abwehr-Qi stärken, indem man bestimmte Punkte auf dem dazu gehörigen Meridian akupunktiert und sie mit Punkten auf dem Dickdarm-Meridian kombiniert. So kann zunächst sowohl die „Wehrenergie“ gestärkt, „Wind“ ausgeleitet und die mit einer Windschädigung einhergehenden Symptome gelindert werden. Von einer Windschädigung spricht die Chinesischen Medizin immer dann, wenn schädliche Einflüsse, z.B. von außen, Krankheitssymptome auslösen. Gleichzeitig wird der Therapeut zu der Akupunktur noch Chinesische Arzneimittel einsetzen, die für eine Ausleitung der Symptom bringenden Faktoren sorgen, indem sie die „Oberfläche öffnen“, „Wind“ ausleiten, das „Qi kräftigen“ und die „Nase durchgängig“ machen. Da bei einer Schleimsymptomatik der „Funktionskreis der Mitte“ überlastet ist, wird eine Umwandlung von Schleim- und Hitzeprozessen nötig. Besonders geeignet sind hier zum Beispiel die Blüten der Magnolie, oder die Süßholwurzel, die die Lunge befeuchten und Hitze vertreiben.

Ganzheitlich betrachtet spielen auch die Ernährung und eine gute Darmgesundheit eine wichtige Rolle. Da sich im Darm, aus physiologischen Bakterien unser Immunsystem aufbaut, trägt ein verschlackter, träger Darm mit Symptomen der Stuhlanomalien zur Blockade der Abwehr-Energie bei. Schleimbildende und „kalte“ Nahrungsmittel sollte ein Allergiker meiden, weil sie die Mitte belasten und Hitzeprozesse begünstigen. Eine Ernährungsweise mit viel Reis ist hier angebracht.

Zum Abschluss meines Therapievorschlages möchte ich außerdem noch zu einem nicht unwesentlichen Punkt Stellung nehmen, der die anfängliche Frage nach dem Grund für solche Irritationen unseres Immunsystems behandelt. Sicherlich spielt eine entsprechende genetische Disposition eine Rolle in der Krankheitsgeschichte eines Allergikers. Doch bleibt die Frage unbeantwortet, warum die Anzahl der Betroffenen stetig ansteigt. Was dringt tagtäglich an krankmachenden Giften in uns ein? Dabei spielen physischer und psychischer Stress, krankmachende Chemie in unserer Nahrung und Wohn- und Umweltgifte sicherlich keine unwichtige Nebenrolle in der ganzheitlichen Sichtweise von Allergien. Hier liegt die Verantwortlichkeit bei jedem von uns. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber kontinuierlich und tiefgreifend, kann eine ganzheitliche Therapie mit einer Stärkung von Abwehr-Qi (die Lunge) Nähr-Qi (die Mitte) und Ursprungs-Qi (die Niere), eine Heilungs-Chance für Allergiker sein.

Annette Baedeker (Heilpraktikerin)

Zeitungsartikel Süddeutsche Zeutung zum Thema Allergien

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